Magus Genetics Firmengeschichte

Mit seiner kleinen, aber feinen Samen-Kollektion ist Gerrit Slot, der Gründer und Inhaber von Magus Genetics, seit Jahren sehr erfolgreich im Geschäft. Anfang der 90er Jahre begann er mit dem Home-Growing, und zwar im Freiland. Die Samen dazu entnahm er Afghani und Skunk Buds, die er 1989 in einem Coffeeshop erworben hatte. Da er mit dem Aussehen von weiblichen und männlichen Cannabis-Blüten überhaupt nicht vertraut war, erkannte er nicht, dass die Afghanis männlich wurden und eine weibliche Skunk bestäubten, so dass eine Menge an F1-Samen entstand.

Im nachfolgenden Winter wandte Gerrit sich auch dem Indoor-Growing zu, wozu er hauptsächlich von einem Freund gekaufte Stecklinge einsetzte. Aber auch einige Sämlinge und Stecklinge aus eigener Produktion, zum einen die F1-Kreuzung Skunk x Afghani aus dem Freiland, zum anderen nochmals die reinen Skunk-Samen aus den gekauften Buds. Er bemerkte, dass die eigenen F1-Hybriden sehr viel starkwüchsiger waren als die reinen Skunk-Pflanzen, diesen in Sachen Geruch und Geschmack aber nicht das Wasser reichen konnten. Da Gerrit über keine Skunk-Samen mehr verfügte, beschloss er, seine letzte verbleibende reine Skunk-Dame mit dem Pollen einiger männlicher F1-Hybriden (Skunk x Afghan) zu bestäuben. Die daraus resultierende Nachkommenschaft erwies sich sowohl als sehr wüchsig, als sogar auch der Skunk-Mutter in Sachen Aroma und Potenz überlegen. Allerdings haperte es am Ertrag – der war zu bescheiden. Aus diesem Grund kultivierte Gerrit in der Folgezeit weiterhin im Wesentlichen zugekaufte Stecklinge, seine Eigenkreuzungen standen in geringer Zahl an den Außenseiten, fast gänzlich überschattet von den „importierten“ Stecklingen.

Bis zum Frühjahr 1993 beließ Gerrit es bei dieser Aufteilung, bis auf einmal sein Freund in Lieferschwierigkeiten geriet und er notgedrungen die gesamte Fläche mit seinen eigenen Hybriden füllen musste. Diesem Zufall war es zu verdanken, dass er entdeckte, dass der Grund für den bisher geringen Ertrag seiner eigenen Kreuzungen ganz simpel deren ungünstiger Standort im Schatten gewesen war. Nun, da sie „die volle Sonne abbekamen“, war Gerrit auch mit dem Ertrag seiner Skunk x Skunk/Afghani hochzufrieden und beschloss, in Zukunft ausschließlich sein eigenes genetisches Material anzubauen, „anstatt auf andere Leute angewiesen zu sein.“ Der andere Grund, voll auf seine Eigenkreuzung umzustellen, war, dass er mittlerweile Kontakt zum großen und renommierten Coffeeshop „Bluebird bekommen hatte und dort die Blüten seines Eigengewächses als „Warlock“ verkauft wurden – und einen wachsenden Kundenkreis begeisterten, der nach mehr schrie. Und auch mehr bekam. Gerrit gelang es, den Ertrag weiter zu verbessern, weil er die Anbaufaktoren immer weiter optimierte. Züchterisch bearbeitete er seine Hybride indessen nicht mehr weiter, er reproduzierte aus einer einzigen Anfangsmutter immer wieder dasselbe genetische Material, indem er jahrelang Stecklinge von Stecklingen schnitt. Bis er 1997 anfing, sich Sorgen über die Keimkraft seiner mehrere Jahre alten Originalsamen zu machen. Auch um sicherzustellen, dass im Falle des Erwischtwerdens seine Mutterpflanzen weg sein würden, entschied Gerrit sich, eine Cut in der Produktion zu machen und alles auf eine professionellere Basis zu stellen. Was ihn zusätzlich ermutigte, war die Tatsache, dass Bluebird mit seiner „Warlock“ beim 97er High Times Bio Cannabis Cup den dritten Platz belegt hatte. Er säte alle Samen, die er noch hatte, aus, und die Keimrate war gut. Parallel dazu begann er, eine Menge botanische und züchterische Literatur zu lesen, wodurch er unter anderem erkannte, dass er sehr viel mehr Platz brauchen würde, um das züchterische Optimum seiner Hybride voll ausreizen zu können. Er mietete einen sehr viel größeren Zuchtraum an und registrierte ab Januar 1998 seine Operation ganz regulär bei der örtlichen Handelskammer.

Zwischen 1997 und 1998 arbeitete Gerrit mit 50 verschiedenen Zuchtlinien, die er aus 25 weiblichen Individuen und 2 verschiedenen Männchen erzeugt hatte. Natürlich legte er auch zahlreiche Sicherheitskopien der jeweiligen Eltern an. Die beste dieser Zuchtlinien wurde zu seiner ersten verkäuflichen Warlock-Samensorte, die er anlässlich des High Times Cannabis Cup 1998 am Markt einführte. Welch ein „Lucky Punch“, diese Warlock. Der Fall, dass aus Samen, die aus gekauften Buds völlig regulärer Sorten wie Afghan und Skunk herausgelesen wurden, etwas züchterisch sehr hoch Stehendes und Einzigartiges entsteht, ist ansonsten ohne Beispiel – jedenfalls wurde er nie so offen und ehrlich von einem Züchter dokumentiert. In den folgenden Jahren experimentierte Gerrit innerhalb des Orginal-Genpools mit weiteren Linien, was unter anderem dazu führte, dass Warlock einen neuen Vater bekam. Dieser zeugte aber auch zahlreiche neue Sorten: Zunächst „Exile“ (x White Widow/Northern Lights), dann „Starwarz“ (x Sensi Star, diese Sorte ist nicht als Samen, sondern nur als Gras exklusiv im Bluebird erhältlich) und zuletzt „Double Dutch“ (x Chronic), die im letzten November beim Cannabis Cup als Samensorte eingeführt wurde.

Gerrit selbst bevorzugt Warlock, wenn es um die Qualität des Highs geht, für optimalen Ertrag sei Double Dutch die beste Wahl. Er gibt an, das Samenproduktionsverbot im April 1999 sei für ihn im Grunde unbedeutsam gewesen, da er bereits vorher stets auch eine Menge unbesamter weiblicher Pflanzen zur Reife gebracht hatte – anders seien aussagekräftige Qualitätstests schließlich nicht möglich. Gleichwohl zog er wieder in einen etwas kleineren Grow-Room um, weil er sich mit der Miete doch etwas verhoben hatte. Doch er hat auch jetzt noch ausreichende räumliche Verhältnisse, um die Qualität und Weiterentwicklung seiner Sorten sicherzustellen. Die Arbeit an Sensi Star x Warlock ist im Gange, ebenso wie einige andere neue Zuchtprojekte. Zur Samenproduktion setzt Gerrit jeweils zwei männliche und zwei weibliche Pflanzen ein, wobei jeweils beide identische Kopien sind, nach dem Motto „Doppelt hält besser.“ Deswegen hat Gerrit sie auch auf zwei verschiedene Locations aufgeteilt.

Im Juli 2002 eröffnete Gerrit in Enkhuizen (NL) auch einen Hanf-Shop („Magus Genetics Hemp Store“). Es war sein Ziel, eine angenehme Atmosphäre in dem Laden zu kreieren, weil er all die gängigen Vorurteile und die Anrüchigkeit widerlegen und mit einem nett und einladend aussehenden Shop auch Nicht-Hanfkonsumenten ansprechen wollte. Gerrit musste jedoch erkennen, dass es zwar eine löbliche, nicht aber finanziell lohnende Sache ist, Hanfprodukte zu verkaufen. Und während er erfolgreich darin war, seinen Kunden zu zeigen, dass sie sich vor Hanf und seinen Produkten nicht fürchten müssen, war dieses Projekt finanziell gesehen nicht erfolgreich. Deswegen gab er den Laden 2005 wieder auf. Er bereut diese Erfahrung jedoch nicht, da er dabei auch viel gelernt hat.

2005 erschloss Gerrit ein anderes neues Geschäftsfeld und tat sich mit seinem Bruder zusammen, um die Firma „(MG)²" zu gründen. (MG)² verkauft CFL-Lampen (Compact Fluorescent Lights) Diese verfügen über ein optimiertes photosynthetisch wirksames Lichtspektrum und sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, jeweils abgestimmt auf die Wachstums- und Blütephase.

 

 

Offizieller Großhandels- Distributor